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Erläuterung

Die Batterieverordnung: Was bedeutet sie für meinen Elektrofuhrpark?

Verabschiedet 2026-06-16 · ≈ 1 Min. Lesezeit · Dirk Baaijen

Verordnung (EU) 2023/1542 stellt Anforderungen an den gesamten Lebenszyklus von Batterien: CO2-Fußabdruck, Rezyklatanteil, Recycling und Sorgfaltspflicht. Ab 2027 gilt der Batteriepass für EV-Batterien. Was das bei der Elektrifizierung bedeutet.

Kurze Antwort: Verordnung (EU) 2023/1542 ersetzt die alte Batterierichtlinie und stellt Anforderungen an den gesamten Lebenszyklus von Batterien, einschließlich der Traktionsbatterien in Ihrem Elektrofuhrpark. Die Pflichten liegen vor allem bei Herstellern und Importeuren, aber als Abnehmer sind Sie über Passdaten, Herkunft und Lebensende-Vereinbarungen unmittelbar betroffen.

Was die Verordnung regelt

Die Batterieverordnung gilt für nahezu alle Batterien auf dem EU-Markt und stellt Anforderungen an den gesamten Lebenszyklus. Die wichtigsten Bestandteile:

  • CO2-Fußabdruck: für unter anderem EV- und Industriebatterien wird eine

verpflichtende Erklärung zum CO2-Fußabdruck eingeführt.

  • Rezyklatanteil: ein Mindestanteil an recycelten Rohstoffen (wie Kobalt,

Lithium und Nickel) wird vorgeschrieben.

  • Leistung und Haltbarkeit: Anforderungen an Lebensdauer und Leistung der

Batterie.

  • Entnehmbarkeit und Austauschbarkeit: Batterien müssen leichter entnehmbar

und austauschbar sein.

  • Sammlung und Recycling: strengere Ziele für Sammlung und Rückgewinnung von

Materialien.

  • Sorgfaltspflicht: Untersuchung der Lieferkette zur Herkunft der Rohstoffe.

Die Pflichten treten gestaffelt in Kraft; nicht alles gilt zum selben Zeitpunkt.

Der Batteriepass ab 2027

Ab 2027 gilt ein digitaler Batteriepass für unter anderem Traktions- und Industriebatterien. Dieser Pass enthält Angaben zu Zusammensetzung, Herkunft, CO2-Fußabdruck, Leistung und Lebensende-Informationen, abrufbar über einen QR-Code. Für Ihren Fuhrpark bedeutet das, dass die nach diesem Datum angeschafften Batterien transparente und überprüfbare Daten mitbringen.

Was das für Ihren Fuhrpark bedeutet

Die schwersten Pflichten liegen bei Herstellern und Importeuren, nicht beim Nutzer. Dennoch ist es bei der Elektrifizierung ratsam, dies zu berücksichtigen:

  • Bei der Anschaffung: fragen Sie nach den Passdaten, der CO2-Erklärung und

der Herkunft der Batterie.

  • Herkunft: Lieferketten mit nachweisbarer Sorgfaltspflicht verringern Ihr

Reputations- und Lieferrisiko.

  • Lebensende: legen Sie fest, wer für Rücknahme, Wiederverwendung und

Recycling ausgedienter Batterien verantwortlich ist.

So nutzen Sie die Verordnung als Qualitäts- und Nachhaltigkeitsprüfung beim Umstieg auf elektrisch.

Lesen Sie auch die Übersicht Transport & Logistik. Machen Sie den Scan.

Quellen

  1. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1542/oj
    Verordnung (EU) 2023/1542: Batterien und Altbatterien.

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Dirk Baaijen

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